Engers auf der Karte
Die Stationen von Angarisas Rundgang. Mit der Zeitreise legst du alte Karten darüber: Engers um 1810, um 1845 und 1918. Die Häuser sind andere, die Straßen oft noch dieselben.
Lager des VIII. Armee-Corps
1836 schlug das preußische VIII. Armee-Corps auf der anderen Rheinseite, zwischen Urmitz und Kaltenengers, ein großes Zeltlager auf. Die Lagerkarte von 1836 ist hier entzerrt und über das heutige Luftbild gelegt. Mit dem Regler „Durchsicht“ blendest du zwischen damals und heute.
Ergebnis: Die Zeltreihen lagen auf den Feldern zwischen der heutigen Bahnlinie Urmitz–Kaltenengers und dem großen Baggersee, rund 1,15 km lang und 400 m tief. Das Ostende stößt an den Feldweg Kaltenengers–Süd, bei den Häusern und dem Sportplatz südlich des Bahnübergangs. Die Lagerwachen und der „Coblenzer Weg“ dahinter liegen heute im Baggersee. Die Chaussee am Kartenrand ist die heutige B9; der „Grüne Jäger“ lag dort, wo der Feldweg von Kaltenengers auf die B9 trifft.
Genauigkeit: über acht Passpunkte entzerrt (Wegestern südlich Kaltenengers, Ortsränder, Rheinufer, Feldwege, B9, Grüner Jäger), Restfehler etwa ±45 m. Quelle der Lagerkarte: Flohmarktfund, Sammlung Thorsten Kretzer (Foto der Karte). Es gibt eine zweite Fassung mit Schloss und „fliegender Ponte“, die noch gesucht wird.
Grundkarte: OpenStreetMap, oben rechts umschaltbar auf basemap.de. Rote Punkte: Lage nach OpenStreetMap. Ockerfarbene, gestrichelte Punkte: Lage nur ungefähr, bitte vor Ort prüfen und uns Bescheid geben. Historische Karten: Tranchot/v. Müffling 1803–1820, Preußische Uraufnahme 1843–1878, Topographische Karte 1:25.000 (Stand um 1918), alle ©GeoBasis-DE / LVermGeoRP, dl-de/by-2-0.